Sterndeuter - Drei Könige aus dem Morgenland. Sie kommen!

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,
 
ikonka Sterndeuter 2021am 6. Januar, feiern wir Dreikönigsfest. Im biblischen Text bei Matthäus ist von Weisen oder Sterndeutern die Rede. Im Laufe der Geschichte sind aber die Weisen (vor allem im Zusammenhang mit Ps 72,10 und Jes 60,3) als Könige gedeutet worden. Die Gaben, die sie dem Jesuskind bei ihrer Ankunft darreichen, sind Weihrauch, Gold und Myrrhe. Diese Geschenke haben eine symbolische Bedeutung. Gold, das nach alten Überlieferung Melchior bringt, ist ein überaus kostbares Geschenk, das eines Königs würdig ist. Der Weihrauch, die Gabe des Balthasar, hingegen wird in liturgischen Handlungen verwendet und deutet auf die Göttlichkeit der beschenkten Person hin. Die Myrrhe wiederum ist ein in der Heilkunst und zum Einbalsamieren von Toten benutztes Mittel, das auf den Tod und die Auferstehung Christi verweist, und wird von Caspar überreicht.

Drekönigsfest wird liturgisch als Epiphaniefest bezeichnet. „Epiphanie" bedeutet im Griechischen „Sichtbarwerden, Erscheinung". Für uns beschreibt die Epiphanie die Erscheinung des Herrn vor den heidnischen Völkern, die in den Drei Weisen aus dem Morgenland vertreten werden. Gott, der Mensch geworden ist, gibt sich nicht nur den Hirten von Betlehem sondern auch ganz "fremden" Menschen aus fernen Ländern zu erkennen. In der sichtbaren Gestallt des Erlösers dürfen nicht nur das auserwählte Volk, sondern auch die Heiden, Gott in seiner Herrlichhkeit erkennen. Gott will für Menschen aller Völker, Rassen, Sprachen, Nationen und Kulturen ein Retter und Erlöser sein. Allen will er sein Leben in Fülle schenken. Er macht keine Ausnahmen.

Im deutschsprachigen Raum ist dieses Fest seit mehreren Jahrzehnten mit der Sternsingeraktion verbunden. Die Kinder, verkleidet als Drei Könige denen ein Sternträgerer voraus eilt, sind unterwegs von Haus zu Haus, von Tür zu Tür und bringen mit ihrem Gebet und Gesang Gottes Segen in unsere Häuser. Sie sammeln dabei Spenden für andere Kinder, denen es nicht so gut geht, wie uns. Diesmal geht um Kinder in der Ukraine. Zwar machen die vielen Coronabedingte Einschrenkungen die Aktion der Sternsinger nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Was und wie es machbar ist erfahren Sie unter https://www.sternsinger.de/ Lassen Sie sich von der Phantasie und dem Mut der Kinder anstecken. Derartige Ansteckung wird in der Coronazeit sogar herzlich empfohlen. Sie bringt keine Gefahr mit, eher umgekehrt: den Segen. Jeder kann Segen anderen bringen. Jeder kann zum Segen für andere werden. Daran kann uns nichts hindern...

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Einen guten Rutsch!

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,

"Ich dachte, 2020 wird das Jahr, in dem ich alles bekomme, was ich wollte. Jetzt weiß ich, dass 2020 das Jahr ist, in dem ich alles schätze, was ich habe" - derartige Sprüche sind seit einigen Tagen unterwegs im Netz. Viele machen eine Art Abrechnung mit dem besonderen Jahr 2020. Als Christen versuchen wir auf die vergangenen Monate und Tage im Licht des Glaubens zu schauen. Wir erinnern uns dankbar an alle Gottes Spuren in unserem Leben und im Leben unserer Familien.

Wir danken Gott, unserem Vater, denn er hat uns ins Leben gerufen, Er lässt uns nie allein auf unserem Weg. Wir danken ihm für das vergangenen Jahr mit allem Schönen und Guten, mit Freuden und Erfolgen, aber auch mit schweren Stunden und mit Leiden. Wir danken ihm, dass wir Schwierigkeiten mit seiner Hilfe durchstehen konnten. Denn die Erfahrung des Glaubens sagt uns: Er bringt Ruhe in unsere Stürme, denn mit Gott geht das Leben nie zugrunde.

Keiner von uns weiß, was uns das kommende Jahr 2021 bringt. Aber der Glaubenssinn sagt uns, was unsere Vorfahren schon in einen Spruch geschmiedet haben: "Wechselnde Pfaden, Schatten und Licht - alles ist Gnade fürchte dich nicht". In dieser Zuversicht bestärkt uns Dietrich Bonhoeffer, der in der Todeszelle am Heilig Abend an seine Eltern schreibt: "Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag". Wenn wir uns dieses Glaubensbekenntnis zu eigen machen, dürfen wir vertrauensvoll in die Zukunft blicken.

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Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt (Joh 1,14)

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,

Kein Kindlein in der Krippe, kein Stall, keine Hirten auf den Feldern, keine Engel, kein Wort von Maria oder Josef... Nichts, gar nichts von all den Einzelheiten, die wir aus den Berichten über die Geburt Jesu bei Lukas oder Matthäus kennen. Und trotzdem ein Weihnachtsevangelium durch und durch. Der Evangelist Johannes erzählt von der Menschwerdung Gottes in Bildern und Symbolen. Der Kern seiner Aussage: Gott, der vor aller Zeiten war und durch den alles geworden ist, ist jetzt Fleisch geworden und hat unter den Menschen sein Zelt aufgestellt. Er kam voller Leben mitten in die Welt und seine Botschaft wurde zum Licht, das alle dunkle Ecken der Erde erhellt. Der Vater hat seinen Sohn in das Dunkel der Welt hineingesprochen. In diesem Wort ist ein neuer Anfang in der Geschichte Gottes mit den Menschen gesetzt. Wir sind ein Teil dieser Geschichte...

 

Weihnachten 2020

Liebe Gemeinde,
Liebe Gäste,

Wer hätte das gedacht...? Nach über neuen Monaten hält ein kleiner Virus die Welt immer noch fest im Griff. Alles läuf ganz anders als bisher. Die liturgischen Feier der Kirche halten sich zum Glück an ihren Kalender. So wird das Weihnachtsfest wie immer am 25. Dezemeber gefeiert. Auch wenn man dabei Einiges an Schutzmassnahmen in Kauf nehmen muss, bleibt Weihnachten das große Fest der Gottes Nähe zu den Menschen. Wir erinnern uns ja an ein Ereignis, das mit nichts in der Welt vergleichbar ist: Gott wurde Mensch. Für viele heute auch undenkbar, unvorstellbar. Eine Zumutung. Ein Ereignis, das alle Grenzen menschlichen Begreifens sprengt und uns sprachlos macht.

Im Großen Glaubensbekenntnis heißt es: "Ich glaube an (...) den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden." Mit den Hirten von Betlehem beugen wir die Knie vor diesem Geheimnis der Gottes grenzenlosen Liebe zu uns Menschen. Wir wollen es auch feiern und uns von der Freude der Engel sowie Einfachheit der Hirten anstecken lassen.

Durch die Pandemiebedingte Regelungen feiern wir unseren Weihnachtsgottesdienst am 25. Dezember (Freitag) um 15.00 Uhr nicht in unserer Kapelle an der ul. Zytnia in Warschau, sondern wie in den vergangenen Wochen schon in der Pfarrkirche in Ozarow Mazowiecki, ul. Kilinskiego 20. Die Grösse der Kirche ermöglicht uns, die hierzulande geltenden Schutzmassnahmen einzuhalten.

Am Sonntag darauf ist das Fest der hl. Familie. Wir wollen an alle Familien unserer Gemeinde denken und im Gebet um Gottes Schutz und Segen für sie bitte, Die Eucharistie ist um 15.00 Uhr auch in Ozarow Mazowiecki.

Allen, die diese Worte lesen oder mit uns online mitfeiern, wünschen wir ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Frieden, den die himmlichen Boten über Betlehems Feldern verkünden, bestimme Ihre Schritte. Freude, die die Herzen der ersten Besucher im Betlehems Stall erfüllte, begleite Sie in ihrem Tun und Wirken. Die Gewissheit, dass Gott unter uns Menschen sein Zelt aufgestellt hat, ermutige Sie zum Leben aus diesem Glauben.

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